Tiergestützte Therapie

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"Unter tiergestützter Therapie versteht man alle Maßnahmen, bei denen durch den gezielten Einsatz eines Tieres positive Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten von Menschen erzielt werden sollen. Das gilt für körperliche wie für seelische Erkrankungen. Das Therapiepaar Mensch/Tier fungiert hierbei als Einheit. Als therapeutische Elemente werden dabei emotionale Nähe, Wärme und unbedingte Anerkennung durch das Tier angesehen."

© Dr. G. Gatterer 2003

Was kann durch tiergestützte Therapie erreicht werden?

  • Eine allgemein beruhigende Wirkung tritt ein.
  • Sprachstörungen werden gemindert, weil Hemmungen den Tieren gegenüber geringer sind
  • Eine Besserung von depressiven Verstimmungen tritt ein.
  • Eine allgemeine Aktivierung und Anhebung des Motivationszustandes kann erreicht werden.
  • Die Kommunikation wird gefördert.
  • Die sozialen Kontakte der Kinder untereinander werden verbessert
  • Die Feinmotorik und Grobmotorik wird verbessert.

IMG_0535Mit meiner Hündin Tracey, einem Border Collie, bin ich regelmäßig in Schulen und Kindergärten im Einsatz. Unser wichtigstes Anliegen ist es, Kindern und Erwachsenen den richtigen Umgang mit Hunden zu zeigen: Was mache ich, wenn ein fremder Hund mir begegnet? Wie streichle ich ihn richtig? Wie weiß ich, wann ein Hund nicht mehr mit mir spielen mag? Wie "spricht" ein Hund mit mir? Welche Signale sendet er aus?

Dieses und vieles Mehr wird auf spielerischer und altersgemäßer Art und Weise gemeinsam erarbeitet. Natürlich kommen bei jedem Einsatz das Streicheln und Spielen mit dem Hund nicht zu kurz. Denn Tiere geben den Menschen das Gefühl von Sicherheit, Wärme und Zärtlichkeit, Liebe und Zuneigung. Das Tier stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl in einer Gemeinschaft, die Kommunikation wird gefördert.

Was ist ein Therapiehund?

Der Therapiehund ist ein gut sozialisierter Hund, der über ausreichenden Gehorsam verfügt, mit besonders hoher Toleranzschwelle gegen Menschen aber auch gegen andere Tiere. Er wird für vielfältige Aufgaben im zwischenmenschlichen Bereich von fachlich kompetenten Trainer/innen gezielt ausgebildet und abschließend von befugten Prüfern im Rahmen eines speziellen Wesenstests geprüft. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen und mindestens jährliche Nachtests zur Feststellung allfälliger Wesensveränderungen sind standardmäßig durchzuführen. Das Tier bildet mit seinem/r Besitzer/in ein Team, das gemeinsam im Einsatz ist.

© Def. Therapiehunde Helga Widder

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